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December 09 2014

alegriadevivir

Stetiges Sterben

Schweigen höhlt den Stein der Angst
Langsam ,sachte lässt es mich los. Löst den Griff, der mir kalt seit Tagen im Genick sitzt und mich erzittern lässt. Mich hinabzieht, mich nicht ruhen und nicht essen lässt. Denn deine Abwesenheit wird mir mehr und mehr zum Verhängnis. Raubt mir alle Sinne, und umnachtet mich bis in den helllichtesten Tag. Ein dumpfes Gefühl der Freudlosigkeit umgarnt mein Herz wie ein kalter Stacheldraht. Hat es gepackt und zieht sich immer fester darum, schneidet immer tiefer ein, in weiches, zartes Fleisch. 

Daran ändert auch dein stetiges Schweigen nicht. Schweigen höhlt den Stein der Angst. Sachte, ganz langsam, trotz jener glücklichen Tage. Mehr und mehr tröpfelt das Blut heraus, aus dem geschundenen Herzen. Es quält sich, alle Geburt ist schwer, aller Geburt geht Sterben voraus. 
Lohnt sich all der Schmerz, all das Zerissensein? All der Zweifel über ein Leben in Gedanken, das so nah und doch voller Sabotagen in weite Ferne gerückt ist? Wir schauen uns um, besehen uns Bilder der Zukunft, die, kaum sind sie geboren, dem Sterben zu Füßen gelegt werden, denn die Zeit, ach sie machts doch unmöglich. Wir klammern uns fest. An ihr, verharren und noch nicht mal an uns selbst. Das Schweigen tropft und wringt die einst munteren Seelen. Matert im Geist, lässt Hoffnungen zerschellen. 
"Aber wozu denn lieben?", frage ich dich und du siehst mich freudlos an. "Weiß nicht, es ist alles umsonst!"

Die Bäume tragen Trauer, unsere Herzen haben wir zum Sterben weggelegt.
Wir sehen ihnen bei ihren letzten Atemzügen zu.
Wir halten uns bei den Händen, stehen andächtig, denn wir wissen, es ist Zeit zu gehen. 
Der Wind kommt auf, die Vögel ziehen fort, suchen sich Wärme in anderen Gefilden. Auch sie haben verstanden, dass das lebendige Leben nun an anderer Stelle zu finden ist. 

Ausatmen. Beide winden sich im Todeskampf. Beide flüstern:"Hältst du fest, an dem, was wir Leben, an dem, was wir Lieben nennen?" 
"Nein!", sage ich. 
Und lasse los. 
Löse den Stacheldraht und gehe fort. Wende mich ab vom Massaker der sterbenden Herzen. 
Manchmal muss etwas sterben, um an anderer Stelle zu neuem Leben zu erwachen.
http://www.neon.de/artikel/fuehlen/liebe/stetiges-sterben/1465132

December 08 2014

alegriadevivir
Fui una letra de tango para tu indiferente melodía
— Julio Cortazar
alegriadevivir
Creo que no te quiero, que solamente quiero la imposibilidad tan obvia de quererte como la mano izquierda enamorada de ese guante que vive en la derecha.
— Julio Cortazar

December 06 2014

alegriadevivir
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November 28 2014

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November 26 2014

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November 25 2014

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November 22 2014

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November 20 2014

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November 19 2014

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November 18 2014

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